Die Gemeinde Haselbach ist Teil eines Projekts zur Kartierung alter Kernobstsorten. Obstbaumbesitzer sind aufgerufen, besonders alte Bäume mit seltenen oder ihnen unbekannten Sorten zur Bestimmung zu melden. Am Dienstag wurde in Neukirchen der Startschuss zu dem Projekt gegeben.
Bei der Veranstaltung im Gasthaus Auerhof gab zunächst Kreisfachberater Hans Niedernhuber einen Rückblick auf die „herausragende obstbauliche Tradition“ des vorderen bayerischen Waldes, die vor allem in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg stark gelitten habe. Anschließend stellte der Pomologe – Obstbaumkundler – Wolfgang Subal, der die Bestimmung der Sorten vornehmen wird, das Projekt und seine Ziele dar. Laut Subal sind inzwischen fast drei Viertel der früher bekannten Apfelsorten verschollen. Der Pomologe wird sich daher in den Gemeinden Ascha, Haselbach, Neukirchen, Perasdorf und Schwarzach auf die Suche nach solchen verschollenen oder sehr seltenen Apfel- und Birnensorten machen.

Aufruf an die Bevölkerung
Bei dieser Suche ist Wolfgang Subal auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der Obstbaumbesitzer, angewiesen. Wer alte Apfel- und Birnbäume besitzt, deren Sorten er nicht kennt, kann mir diese unter Tel. 0160-9989 8160 oder per Mail an haas@mitterfels.de melden oder am besten gleich eine Probe zur Bestimmung zu den bekannten Sprechzeiten im Rathaus abgeben. Diese sollte sich in einer verschlossenen Tüte befinden und mindestens fünf Äpfel beziehungsweise Birnen der jeweiligen Sorte umfassen. Außerdem legen Sie bitte einen Zettel mit dem Standort des Baumes, der bekannten oder vermuteten Sorte sowie Ihren Kontaktdaten bei. Es geht dabei ausdrücklich nur um seltene oder unbekannte Sorten. Bitte bringen Sie keine bekannten Sorten wie Boskop oder Kaiser Wilhelm.