Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 30. März den Haushalt für das Jahr 2023 beschlossen. Dabei zeigt sich: Die enger werdenden finanziellen Spielräume für Kommunen schlagen sich nun auch in Haselbach nieder.
Mit einem Haushaltsvolumen mit rund 3,53 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und knapp 6,5 Millionen Euro im Vermögenshaushalt bleibt das Volumen im Vergleich zu den Haushaltsansätzen der Vorjahre annähernd stabil. Die mit Abstand größte Investition ist der geplante Glasfaserausbau, der aber wohl erst im kommenden Jahr umgesetzt wird.
Aufgrund stagnierender Steuereinnahmen und inflationsbedingt steigender Ausgaben sinkt aber die Zuführung zum Vermögenshaushalt deutlich: Gerade einmal 141.000 Euro sind für dieses frei verfügbare Investitionsvolumen kalkuliert – im vergangenen Jahr betrug die Zuführung noch 770.000 Euro. Hauptursache sind die voraussichtlich stark steigenden Personalkosten aufgrund des zu erwartenden Tarifabschlusses für den öffentlichen Dienst.
Angesichts großer anstehender Investitionsprojekte wie dem Neubau der Kindertagesstätte, Dorferneuerungsmaßnahmen oder der notwendigen Sanierung des Kanalnetzes sind das keine guten Nachrichten. Der Gemeinderat wird in den kommenden Jahren sehr genau abwägen müssen, welche Investitionen getätigt werden können und was gegebenenfalls geschoben werden kann.