Unter reger Beteiligung der Bevölkerung hat die Gemeinde Haselbach am Freitag, 16. September, den Startschuss für die Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzepts „Haselbach 2040“ gegeben. Dabei haben wir mit Vertretern der beauftragten Planungsbüros den geplanten Erarbeitungsprozess vorgestellt und diskutierten anschließend mit den Teilnehmern.
Worum geht es?
Das Gemeindeentwicklungskonzept „Haselbach 2040“ wird bis Mitte 2023 unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an den Ortsspaziergängen, der Online-Umfrage sowie an den Arbeitsgruppen zu beteiligen. Die Termine werden rechtzeitig über die gewohnten Kanäle bekanntgegeben. Das Projekt soll alle wichtigen Handlungsfelder der Gemeinde abdecken und ist für mich eine Chance, nach dem gesellschaftlichen Stillstand durch die Corona-Pandemie wieder einmal eine Aufgabe miteinander anzupacken.

Alle Ortsteile im Blick
Gunther Schramm vom Stadtplanungsbüro Planwerk in Nürnberg und Wolfgang Fruhmann von der Beratungsgesellschaft Dr. Fruhmann & Partner in Parsberg informierten die Besucher über die Ziele und den Prozess der Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzepts (GEK). Das GEK unterscheide sich von anderen Instrumenten der Ländlichen Entwicklung vor allem darin, „dass es nicht nur den Kernort berücksichtigt, sondern alle Ortsteile in den Blick nimmt“, erklärte Schramm.
Geplant seien daher unter anderem Ortsspaziergänge in verschiedenen Ortsteilen sowie eine große Online-Beteiligung, die voraussichtlich im Dezember starten wird. Wolfgang Fruhmann gab einen Überblick über die behandelten Themenfelder, die von der Innenentwicklung über das soziale Leben bis hin zu Fragen der Tourismus- und Gewerbeentwicklung reichen.
Angeregte Diskussionen
Im zweiten Teil der Veranstaltung waren dann die Teilnehmer gefragt, ihre Kritikpunkte und Anregungen vorzubringen. Rund um vier thematisch gegliederte Stationen bildeten sich schnell im ganzen Saal größere und kleinere Diskussionsrunden, in denen Bürgermeister, Gemeinderäte und interessierte Bürger von der Landjugend bis zum Seniorenclub angeregt diskutierten und fachsimpelten.
Am Ende konnten die Vertreter der Planungsbüros nicht nur eine Reihe von Beanstandungen, sondern auch zahlreiche Ideen aus der Bürgerschaft präsentieren: vom Naturbadeweiher über Nahwärmeversorgung und Co-Working Space bis hin zur Einrichtung einer Nachbarschaftshilfe. Bürgermeister Simon Haas freute sich abschließend über das breite Interesse an einer Mitarbeit in vier thematischen Arbeitsgruppen und zeigte sich zuversichtlich, „dass nicht nur das Endprodukt gut wird, sondern auch die Erarbeitung für alle ein Gewinn ist“.

