Langfristige Strategie für Entwicklung der Gemeinde

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Ein langfristiger Plan für die weitere Entwicklung der Gemeinde Haselbach – das ist das Ziel bei der Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzepts, die der Gemeinderat am Donnerstag, 29. Juli, angestoßen hat. Der Gemeinderat billigte damit die Empfehlungen einer Projektgruppe. Die Erarbeitung des Konzepts, die voraussichtlich im Herbst beginnen wird, ist auf die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Der Grundgedanke des Gemeindeentwicklungskonzepts ist so einfach wie einleuchtend: Bevor es Fördermittel etwa für Dorferneuerungsmaßnahmen gibt, muss die Gemeinde für sich ein paar grundsätzliche Fragen beantworten: Wohin soll sich das Dorf städtebaulich entwickeln? Wie sieht ein idealer Ortskern für uns aus? Welche Einrichtungen müssen wir unbedingt erhalten und welche fehlen uns noch?

Konzept als Gemeinschaftsleistung

Diese strategischen Fragen sollen ausdrücklich nicht vom Gemeinderat alleine entschieden werden, sondern im Dialog mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Um diesen Dialog sinnvoll zu gliedern, hat der Gemeinderat nach den Vorarbeiten der Projektgruppe Gemeindeentwicklung fünf Handlungsfelder festgelegt, in denen jeweils Entwicklungsziele definiert und konkrete Projekte geplant werden sollen. Diese Handlungsfelder sind:

  • Siedlungsstruktur, Flächennutzung, öffentliche Räume, Außenbereich
  • Demografie und Senioren
  • Kinder und Bildung
  • Wirtschaft, Gewerbe, Nahversorgung
  • Landschaft, Natur, Erholung

Damit sollen alle wichtigen Aspekte der Gemeindeentwicklung abgedeckt werden; zugleich will die Beschränkung auf fünf Handlungsfelder dazu beitragen, das Konzept „schlank“ zu halten und auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Die Chance, an langfristigen Leitlinien für die Entwicklung seiner Heimat mitzuarbeiten, kommt so schnell nicht wieder.

Die Diskussion über die Gemeindeentwicklung wird dabei in Arbeitsgruppen erfolgen, für die ich bereits jetzt aktiv um Teilnehmer werbe: Die Chance, an langfristigen Leitlinien für die Entwicklung seiner Heimat mitzuarbeiten, kommt so schnell nicht wieder.

Vorarbeit in Projektgruppe

Die eigens gegründete Projektgruppe „Gemeindeentwicklung“ hat dafür bereits gute Vorarbeit geleistet: Nach entsprechenden Vorgesprächen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) besuchten Mitglieder des Gemeinderates und andere Interessierte am 17. Juli die Marktgemeinde Waldthurn im Landkreis Neustadt in der Waldnaab, die vorbildhafte Arbeit in der Gemeindeentwicklung geleistet hat. Die Erkenntnisse aus dieser Exkursion und eingehende Diskussionen über Handlungsbedarfe in der Gemeinde Haselbach haben anschließend zur Formulierung der oben genannten Handlungsfelder geführt.

Im weiteren Verfahren muss die Gemeinde nun ein geeignetes Stadtplanungsbüro mit der Erarbeitung des Konzepts beauftragen. Nach der Bewilligung einer entsprechenden Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung ist geplant, mit einer Bürgerversammlung und einer Klausurtagung für interessierte Teilnehmer in den Erarbeitungsprozess zu starten.

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