Eigentümer von Bauland erhalten Post von der Gemeinde

Mit dem Start der Eigentümerbefragung geht die Einrichtung des Flächenmanagements in die nächste Runde. Die Gemeinde spricht nun Besitzer von Baugrundstücken aktiv an, um bisher unbebaute Flächen für die Wohnbebauung nutzbar zu machen.

Nach der Einrichtung einer Flächenmanagement-Datenbank im Rahmen des staatlich geförderten „Vitalitätschecks“ wollen wir nun in Erfahrung bringen, ob und welche Grundstückseigentümer bereit sind, ihre Baugrundstücke entweder zu bebauen oder zu verkaufen. Der Hintergrund: In Haselbach gibt es eine hohe Nachfrage nach Bauplätzen für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Gleichzeitig hat der Vitalitätscheck ergeben, dass rund 13 Hektar ungenutztes Bauland in Haselbach vorhanden sind.

Eigentümer ermuntern und beraten

Das Problem: Während in neuen Baugebieten Grundstücke von der Gemeinde grundsätzlich mit einer Bauverpflichtung verkauft werden, sind in den alten Wohngebieten Parzellen seit Jahrzehnten unbebaut – ohne Zugriffsmöglichkeiten für die Gemeinde. Der Vitalitätscheck war für die Gemeinde in dieser Hinsicht ein wichtiger erster Schritt: Nun haben wir einen Überblick, welche Flächen un- beziehungsweise untergenutzt sind.

Entscheidend ist es nun, das Leerstands- und Flächenmanagement weiterzubetreiben: Die Gemeinde kann zwar niemanden zwingen, sein Grundstück zu verkaufen. Aber sie kann die Eigentümer ermuntern und beraten. Das geschieht mit der nun gestarteten Fragebogenaktion. Gleichzeitig wird die Flächenmanagement-Datenbank weitergepflegt.

Gerüstet für die Wohnungsblase

Wir erwarten nicht, dass wir durch das Flächenmanagement kurzfristig allen jungen Familien aus Haselbach, die auf der Suche nach einem Bauplatz sind, einen solchen zur Verfügung stellen können. Insofern wird das bereits in der Planung begriffene neue Baugebiet weiter nötig sein. Wir hoffen aber, dass dadurch bestehendes Bauland effizienter als bisher genutzt werden kann und langfristig auf die Ausweisung neuer Baugebiete verzichtet werden kann. Gleichzeitig ist in rund einem Jahrzehnt demografisch bedingt mit deutlich zunehmenden Leerständen zu rechnen. Für diese Wohnungsblase („generational housing bubble“) will sich die Gemeinde mit dem aktiven Flächenmanagement rüsten, um nicht irgendwann mit einem großen Leerstandsproblem konfrontiert zu sein.

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