Die abenteuerliche Reise eines Dreirads

Wer klaut ein Dreirad aus einem Kindergarten? Dieser Frage können Hobby-Detektive und die Polizei Bogen in den nächsten Tagen und Wochen noch nachgehen. Die gute Nachricht aber gleich zu Beginn: Das Dreirad ist wieder aufgetaucht – auf verschlungenen Pfaden und in neuem Farbton.

Neuerdings in gelb: Das wiedergefundene Dreirad aus dem Haselbacher Kindergarten.

Ein wenig ungläubig reagierten die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte St. Jakob in Haselbach Ende Juli, als sie eines Vormittags feststellen mussten: Ein Dreirad einschließlich Anhänger war über Nacht aus dem Geräteschuppen gestohlen worden. Wer macht denn sowas?

Um die Frage zu beantworten, stellte die Kindergartenleitung Anfang der Woche Anzeige bei der Polizei Bogen. Der am Mittwoch in der Zeitung erschienene Polizeibericht brachte dann die Sache ins Rollen: Zuerst berichtete eine Spaziergängerin, das Corpus Delicti an einem Waldstück gesehen zu haben. Da war von dem Gefährt aber keine Spur mehr. Am Freitag meldete sich schließlich ein weiterer Bürger, der das Dreirad vergangene Woche im Wald gefunden hatte, wo es die Diebe offenbar einfach weggeworfen hatten. Er hielt es für illegal entsorgten Schrott – und brachte es zum Wertstoffhof.

Und nun das Happy End: Ein Wertstoffhofmitarbeiter erkannte, dass das Dreirad mitnichten schrottreif, sondern noch gut zu gebrauchen ist, und stellte es beiseite. Damit haben die Kinder in unserer Tagesstätte im neuen Kindergartenjahr wieder einen fahrbaren Untersatz, der auch noch eine abenteuerliche Reise hinter sich hat. Und eine neue Farbe: Dem oder den Dieben reichte es offenbar nicht, das Dreirad zu entwenden. Sie haben das ursprünglich rote Spielgerät gelb umlackiert. Zum Schluss also: Ende gut, (fast) alles gut – und die Botschaft an die Diebe: Das macht man nicht!

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