
Auf Einladung von Bürgermeister Ludwig Waas traf sich Umweltminister Thorsten Glauber am Donnerstag mit mehreren Bürgermeistern aus dem Landkreis im Begegnungszentrum Niederwinkling zum Gedankenaustausch. Dabei ging es neben dem Hochwasserschutz vor allem um Möglichkeiten der Zusammenarbeit beim teuren Thema Kanal und Abwasser.
Für viele Gemeinden ist die Abwasserentsorgung ein leidiges Dauerthema – und damit auch für die Bürger, die die Kosten über ihre Beiträge und Gebühren tragen. Dass die Abwasserentsorgung insgesamt nicht billiger werden wird, das wurde auch in Niederwinkling deutlich – schließlich werden auch die staatlichen Auflagen für den Betrieb von Kläranlagen immer strikter.
Der Umweltminister sagte in diesem Zusammenhang zu, dass die „Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben“ (RZWas) auch über das kommende Jahr hinaus Bestand haben werden. Eine Förderung von Baumaßnahmen nach den RZWas kommt für die Gemeinde Haselbach zwar wohl nicht infrage, weil wir die Härtefallgrenze bei Weitem nicht erreichen. Für uns interessant könnten die Richtlinien in den kommenden Jahren aber im Bereich der Gewässerpflege werden.
Interkommunale Zusammenarbeit
Wesentlich konkreter sind die Planungen im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit bei der vielfach noch ausstehenden Kanalinspektion. Hier erklärte der Umweltminister, dass eine solche Zusammenarbeit nach der geltenden Rechtslage schon möglich sei und vom Freistaat bereits mit einer Summe von 50.000 Euro pro Kommune gefördert werde. Die anwesenden Bürgermeister waren sich einig, an diesem Thema dranzubleiben. In knapp zwei Wochen wird dazu ein weiteres Fachgespräch mit dem Abwasserexperten Hans Buchmeier stattfinden, der auch in Niederwinkling dabei war.